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Sprechstunde am neuen Ort, im Carl Corbach Club in Sondershausen, Göldnerstr. 6

(Straße links vom Geschwister Scholl Gymnasium)

jeden ersten Dienstag im Monat, 9-12 Uhr

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Spruch des Monats:

                                                Neues entdecken

                                                Das Leben ist wundervoll.

                                                Es gibt Augenblicke, da möchte man sterben.

                                                Aber dann geschieht etwas Neues,

                                                und man glaubt, man sei im Himmel.                               Edith Piaf

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Sehbehinderte mit dem Bus unterwegs, 17.9.2021

Nach langer Zeit war die Kreisgruppe Kyffhäuserkreis des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Thüringen auf einer Tagestour unterwegs.

Schon früh holte uns der Reisebus von Brauer Reisen am Busbahnhof in Sondershausen ab.

Das erste Ziel war die Oberweißbacher Bergbahn. Dort angekommen verließen wir den Bus und gingen über die Schwarza-Brücke zur Haltestelle Obstfelderschmiede. Hier, an der Strecke der Schwarztal-Bahnstrecke befindet sich auch die Talstation der Oberweißbacher Bergbahn.

 Nach kurzem Warten stiegen wir in den einzelnen Waggon. Dieser wird 1350 m an einem Seil nach oben gezogen. Bei 20% Steigung wird ein Höhenunterschied von 323 m überwunden. Quasi als Gegengewicht kommt gleichzeitig ein offener Wagen ins Tal hinab. Beide begegnen sich an einer Ausweichstelle in der Mitte. Während der 18-minütigen Fahrt wurden wir zur Geschichte, den Bau und über die Technik der Bahn informiert. Diese Bergbahn wurde 1922 gebaut, um die Gemeinden oberhalb des Schwarzatals zu erreichen.

 An der Bergstation Lichtenhain angekommen, verließen wir die Bergbahn. Das bereitete den Sehbehinderten einige Mühe. Anschließend führten wir die Fahrt auf der sogenannten Flachstrecke der Bergbahn in einer elektrisch betriebenen Bahn mit zwei Wagen fort. Nach 2,6 Km erreichten wir Cursdorf. Unser Reisebus wartete schon.

 Da bis zum Mittagessen noch etwas Zeit war, machten wir einen Abstecher auf den 780 m hohen Kirchberg mit seinem 29 m hohen Aussichtsturm. Dieser wurde 1890 als Dank an Friedrich Fröbel, dem Begründer der Kindergärten, errichtet. Wir genossen die Aussicht und die frische Waldluft.

 Dann fuhren wir zurück nach Cursdorf in das Hotel „Im Kräutergarten“. In der schön eingerichteten Gaststätte nahmen wir das Mittagessen ein.

 Das zweite Ziel, das Haflingergestüt in Meura, erreichten wir nach kurzer Fahrt. Mit 350 Pferden ist es das europaweit größte Gestüt, das sich mit der Zucht von Haflingern beschäftigt.

Die Führung durch das Gestüt war interessant. Wir erfuhren viel über die Zucht der Haflinger-Pferde. Wer Mut hatte, konnte auch die Tiere streicheln. Viele Fotos wurden aufgenommen. Nach dem Rundgang gab es Kaffee und Kuchen und für jeden ein Gläschen Stutenmilchlikör.

Auf der Heimfahrt genossen wir die Gegend links und rechts des Weges.

Wohlbehalten setzte uns der Fahrer in Sondershausen ab.

Ich denke, es war ein erlebnisreicher Tag für unsere Gruppe.

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Sehbehinderte treffen sich wieder, 7.7.2021

Nach einer langen Zeit des nur telefonischen Kontaktes durch die Coronapandemie war es heute soweit. Die Kegelgruppe der Kreisorganisation Kyffhäuserkreis traf sich im „Wipperboot“ in Bad Frankenhausen zur sportlichen Betätigung.

Das Wiedersehen wurde von allen genossen.

Diesen ersten Kegelnachmittag begannen wir schon um 11 Uhr. Nach der Bestellung des Mittagessens wurden 2 Durchgänge gekegelt. Zu vielen Themen wurde sich ausgetauscht. Danach wurde zum Essen gerufen. Wie immer, schmeckte es hervorragend. Danke an Herrn Clauberg und seine Frau.

Dann wurden 2 weitere Durchgänge gekegelt. Die „Sieger“ wurden verkündet und der Pokal für den Letzten übergeben.

Aber gewonnen haben alle. Sport fördert die Gesundheit.

Deshalb unterstützt die Gemeinschaftsförderung Selbsthilfe der Krankenkassen solche Aktivitäten.

Angesichts des schönen Wetters verlängerten wir das Beisammensein. In Fahrgemeinschaften fuhren wir zum Park in Bendeleben.

Die Orangerie besichtigten wir schon letztes Jahr. Das Barockdorf Bendeleben gehört zum Außenstandort der diesjährigen BUGA.

Dieser schöne Landschaftspark wurde 1765 von Freiherr Johann Jacob von Uckermann und seiner Frau Christiane angelegt. Mit seinen 7 Teichen und vielen seltenen Gehölzen lädt er zum Verweilen ein. Hier kann man Natur in Ruhe genießen. Unser Ziel war das neu errichtete Badehaus. (siehe Foto)

Es war ein schönes erstes Treffen in diesem Jahr. Das gibt Hoffnung für weitere Unternehmungen unserer Kreisgruppe.

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Tagesausflug der Sehbehinderten zum Freilichtmuseum Hohenfelden 7.10.2020

Jedes Jahr unternimmt unsere Kreisgruppe eine Busreise. Diese wurde mehrmals verschoben, nun aber doch noch durchgeführt. Die gemeinsame Tagestour fördert die Zusammengehörigkeit in unserem Verein und ist zugleich eine kleine Bildungsreise.

Am 7.10. trafen wir uns am Busbahnhof in Sondershausen. Nach kurzer Einweisung des Busfahrers, Herrn Ernst, von „Salza Tours“ starteten wir pünktlich 9 Uhr. Die 24 Personen unserer Gruppe hatten in dem großen Bus reichlich Platz. So konnte gut Abstand gehalten werden. Die Fahrt führte uns, dank Umleitung, durch viele schöne Dörfer und Landschaften.

 Am Freilichtmuseum Hohenfelden angekommen, wartete schon Frau Voß zu einer Führung auf uns. Sie erklärte, wie die alten Häuser aus ländlichen Gegenden Thüringens abgebaut und hier, wie in einem Puzzle, wieder aufgebaut wurden. Wenige wurden in einem Stück hierher transportiert. So zum Beispiel das Haus eines Hirten, welches wir zuerst besichtigten. Dessen Familie hatte ein schweres Los, denn der Hirte eines Dorfes war kein angesehener Mann. Danach gingen wir zu einem Bauernhaus. Das ist geräumiger und hat zwei Etagen. Der angrenzende Stall hatte seine Vorteile im Winter und bei den Geburten der Tiere. Nebenan sahen wir uns eine Scheune mit den praktischen Einbauten und einem Heuboden an. Ein weiteres Haus gehörte einem Schmied. Ein wichtiger Mann im damaligen Dorf. Viele Werkzeuge waren zu sehen und konnten angefasst werden. Die Ausführungen über das damalige Leben der Dorfbewohner waren interessant. Heute stehen hier über 30 Gebäude, alle von historischem Wert. Weitere kommen dazu.

Wir sahen nur einen kleinen Teil davon. Ein Grund mehr, hier mal wieder rein zu schauen. Das ist von Mai bis Oktober möglich. Die Älteren von uns erinnerten sich an die frühe Jugend oder Erzählungen ihrer Eltern und Großeltern. Für unsere Kinder und Enkel sind es besonders anschauliche Geschichtsstunden. Danke an Frau Voß für die lehrreiche Führung.

 Um Alles anzusehen, sind einige Stunden nötig. Für eine Stärkung zwischendurch gibt es dort einen Imbiss. Zum Freilichtmuseum gehört das alte Schulhaus im Ort. Dort ist auch die Museumsgaststätte „Einkehr zur alten Pfarre“. Dank der Vorbestellung des Essens wurden uns die gutschmeckenden Speisen flugs serviert. Vielen Dank an das Team um Frau Klinger. So konnten wir unsere Reise bald fortsetzen.

 Mit dem Bus fuhren wir weiter nach Molsdorf. Hier gibt es ein kleines Schloss mit einem wunderschönen Garten. Graf G.A. von Gotter ließ die ehemalige Wasserburg zum Lustschloss umbauen. Doch nach 14 Jahren musste der verschwenderisch lebende Gotter das Schloss verkaufen. Es ging an Herzog Friedrich III. von Sachsen-Gotha-Altenburg. Der ließ es in ein Kammergut umwandeln. Der ursprüngliche Barockgarten wurde später in einen Landschaftspark umgewandelt.

Das Gebäude selbst bedarf einer Restauration. Leider konnten wir die Innenräume wegen der Corona Pandemie nicht mit einer Führung besichtigen. So sahen wir uns die Sonderausstellung „Erotika der Lenz ist da“ an und danach genossen wir die warmen Sonnenstrahlen im Park.

 Anschließend brachte uns der Bus „Zur guten Quelle“, eine Gaststätte in Molsdorf. Hier wurde uns Kaffee und selbstgebackenen Kuchen serviert. Danke an Frau Bosecker, dass sie unseren Besuch am Ruhetag ermöglichte.

 Mit vielen Eindrücken und mancher Neuigkeit traten wir die Heimreise an. Ein schöner Tag ging zu Ende.

 

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