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9.10.  erfolgt später        Ausflug zur Mutterblutbuche mit Förster Hubert

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10.10.   13:30 Uhr    "Woche des Sehens" Bildungszentrum Sondershausen, Panzerstr. 1, 

                                 gemeinsame Aktion "Blindheit verstehen"

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23.10.    11:30 Uhr     Kegeln im "Wipperboot" Bad Frankenhausen

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20.11.     07-13 Uhr    Schulprojekt, Dritte Klassen, an der Grundschule Artern

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Blindenverband unterwegs in Göllingen

Heute, am 22.5.2019, organisierten wir erneut ein Kegelwettstreit mit anschließendem Blick in die Geschichte.

Verschiedene Fahrgemeinschaften fuhren zunächst zum „Wipperboot“ in Bad Frankenhausen. Es war kurz vor 11 Uhr als sich alle herzlich begrüßten. Die Wirtsleute Clauberg baten uns in ihrer freundlichen Art herein. Die Bestellung wurde aufgenommen und schon gings los mit dem Kegeln. Wie immer hatte jeder 10 Wurf. Glück und Pech wechselten sich ab. So ist der Sport. Hier geht es ums Mitmachen, da sind die Ergebnisse zweitrangig. Da hat keiner miese Laune. Wer gerade nicht aktiv kegelt, tauscht sich mit den anderen aus. Nach zwei Durchgängen rief die Wirtin, zum Mittagessen. Der Koch, ihr Mann, hat wie immer sein Bestes gegeben und hat uns kulinarisch verwöhnt. Allen hat es gut gemundet. Nach dem Essen fiel es uns schon schwer, wieder die Kegelkugel zu schieben. Aber zwei Durchgänge absolvierten wir noch. Dann standen die drei Besten fest. Wir verabschiedeten uns und dankten für die gute Aufnahme.

Anschließend fuhren wir gemeinsam zum Klosterturm nach Göllingen. Dort wurden wir herzlich begrüßt. Zu Beginn gab es leckeren Kuchen und Kaffee. Die Führung begann mit einem kurzen Film über die Geschichte des Klosters. Das war eine hilfreiche Einleitung für ein besseres Verständnis später. Leider gibt es kaum schriftlichen Aufzeichnungen. So wird Manches aus der Vergangenheit vermutet oder aus den laufenden Forschungen gedeutet. Die Benediktinerpropstei St. Wigbert, als Besitz des Klosters Hersfeld, wurde im Jahr 1005 erstmalig urkundlich erwähnt. Während der Bauernkriege 1525 wurde die Anlage teilweise zerstört. Später in eine Domäne (Landbesitz) umgewandelt. Nach 1945 wurde hier nach Abrissarbeiten eine Konservenfabrik errichtet. Seit 1997 gehört das ehemalige Kloster der Thüringer Stiftung Schlösser und Gärten. Die Mitglieder des Klosterturmvereins haben in unzähligen Stunden geholfen die Anlage in der heutigen Form herzurichten. Auch die weitere Erhaltung liegt in ihren Händen. Jeden September findet ein Klosterturmfest statt.

Die Besichtigung begann für einige von uns mit der Besteigung des Turms. Dort oben hat man einen schönen Blick über Göllingen. Frau Peyer erklärte die Bauweise und Besonderheiten des ehemaligen Klosters. Die anderen von uns hörten Frau Knabe, die viel von der jüngeren Zeit berichten kann, zu. Gemeinsam lauschten wir in der Krypta der hervorragenden Akustik. Anschließend gingen wir in den angrenzenden Garten. Hier wurden besondere Bäume angepflanzt und ein Kräutergarten angelegt. Der Klosterturmverein ist ständig bemüht das Umfeld attraktiver zu gestalten.

Es zeigte sich, dass einige unserer Mitglieder dieses Kleinod nicht kannten. Dabei ist Göllingen nicht weit von Sondershausen entfernt. Wem es ebenso geht, dem kann nur empfohlen werden, den Besuch nachzuholen. Natürlich ist eine Vorankündigung (0160 2763233) von Vorteil.

Für uns, dem Blinden- und Sehbehindertenverband des Kyffhäuser-kreises war dies ein erlebnisreicher Tag. Am späten Nachmittag fuhren wir wieder nach Hause.

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Blindenverband unterwegs in Bad Frankenhausen

Die Kegelgruppe unseres Vereins trifft sich regelmäßig zur sportlichen Aktivität im „Wipperboot“ in Bad Frankenhausen. Dies ist schon zur beliebten Tradition geworden. Nachdem uns das Bowlingcenter in Sondershausen in Stich gelassen hat, wurden wir hier herzlich auf-genommen und werden immer bestens bewirtet.

Diesmal trafen wir uns am 27. März, schon um 11 Uhr. Zu Beginn bestellte jeder sein Mittagessen und erhielt ein Getränk nach Wunsch. Während Herr Clauberg in seiner Küche für uns werkelte kegelten wir schon mal zwei Durchgänge zu je 10 Wurf. Nebenher wurden viele Neuigkeiten ausgetauscht.

Unser sehender Mitarbeiter brachte einige Bücher mit. Der „Offene Bücherschrank“ der Cruciskirche gab uns 60 Bücher, die leicht Sehbehinderte selber lesen können, da die Schrift deutlich größer ist. Eine Übersicht mit Titel und Autor hilft unseren Mitgliedern bei der Auswahl. So bekommen Einige von uns mehr Spaß am Lesen. Danke an Herrn Kucksch für diese Spende.

Nach der ersten Hälfte Sport stärken wir uns beim vorzüglichen Mittagessen. Das kann man ruhigen Gewissens weiterempfehlen. Nach einer wenig Ruhe, setzten wir das Kegeln fort. In weiteren zwei Durchgängen hatten alle viel Spaß. Abschließend, bei einer Tasse Kaffee, wurden die Kegelergebnisse verkündet und der Wanderpokal weitergegeben.

Nun gingen wir zu Teil 2 des Tages über und fuhren zum Anger in Bad Frankenhausen. Dort trafen wir Frau Köllen zu einer verabredetet Stadtführung. Sie erzählte viel über die Entwicklung der Stadt. Die Salzgewinnung aus der Sole begann 800 v. Christi. Der Salzhandel ließ die mittelalterliche Stadt aufblühen. In Folge des dreißigjährigen Krieges sank die Salzproduktion auf ein Minimum. Die letzte Siedehütte schloss 1945. Der Arzt Dr. W.-G.-Manniske erkannte Anfang des 19. Jahrhunderts die Heilwirkung der Gradierwerke und der Sole. Ein neuer Aufschwung begann. Der Bade- und Kurbetrieb ist noch heute ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Jedes Jahr kommen viele Gäste hierher. Bad Frankenhausen wird von Jahr zu Jahr schöner.

Unser Rundgang endete an der Oberkirche. Frau Köllen berichtete voller Begeisterung von der Rettung des schiefen Turms vor dem Abriss. Zurzeit wird das Gerüst für die Dacherneuerung abgebaut. Zum Osterfest soll der Turm präsentiert werden. Es werden viele Gäste und auch ein MDR Team erwartet. Danke für die interessante Führung.

Es war ein schöner Tag in unserem Vereinsleben.

 

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